Esskultur mit viel Fleisch

19.11.2015 • 17:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Auf der ersten Seite der Sonderausgabe „70 Jahre VN“ unter „Visionen der Zukunft“ finde ich ein Gespräch über die Nahrung mit einer Ernährungsberaterin. Die Esskultur hat mit Recht die erste Teilseite verdient. Wir sind wirklich teilweise, was wir essen. In der Bibel steht die Nahrungsanweisung am 6. Tag unmittelbar nach der Schaffung des Menschen als Mann und Frau. Die Anweisung ist vegetarisch. Die Gebote von Moses kamen viel später in den historischen Zeiten mit dem 5. Gebot: „Du sollst nicht töten!“ und noch später das Prophetenwort von Jesaias: „Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt!“ Wir essen die Leichenteile unserer Mitgeschöpfe und deren Todesängste. Mit starken pflanzlichen Würzmitteln wird es zugedeckt. Heute haben wir eine Esskultur mit viel mehr Fleisch und eine Landwirtschaft mit Massentierhaltung, die zum Himmel stinkt, sie belastet die Umwelt nach dem FAO-Bericht 2006 mit 18 Prozent, nach Worldwatch mit 40 bis 50 Prozent. Erst seit einigen Jahren kommt es zu neutralen Studien zu diesem heißen Thema. Fast 50 Prozent der Welt-Getreideernte wird dem Mastvieh verfüttert und eine Milliarde Menschen hungert. 60 Milliarden Mitgeschöpfe werden pro Jahr widernatürlich gezeugt, in engen Ställen gehalten und grausam umgebracht.

Josef A. Schmidt,
am Rain 24/10, nenzing