Von Affen und Kindern

Leserbriefe / 23.11.2015 • 18:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Affe wird von chinesi­schen Eltern definitiv bevor­zugt, meint der Chef des Pharmakonzerns Merck, Karl Ludwig Kley (VN 13. 11. 2015, D1). Dies sagte er im Zusammenhang mit dem Jahr des Affen, das nächstes Jahr in China begangen wird und angeblich verantwortlich ist für den steigenden Absatz von Fruchtbarkeitsmedikamenten. Inwiefern wird nun der Affe von den Chinesen bevorzugt? Nicht die Lockerung der menschenverachtenden Ein-Kind-Politik Chinas hätte den Umsatz des Konzerns angekurbelt, sondern oben genannter Aberglaube. Man muss sich allerdings die grausame chinesisch-kommunistische Maxime der sogenannten Ein-Kind-Politik seit den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts bewusst machen. Zwangsabtreibungen selbst nach dem sechsten Monat gehörten/gehören zur Tagesordnung. Für ein zweites Kind wurde eine Strafe von 5200 Euro bezahlt – für viele arme Familien unbezahlbar. China stellt laut einer Erhebung aus dem Jahre 2009 56 Prozent der Selbstmorde unter Frauen. Auf 100 Mädchen kommen in China mindestens 130 Burschen. Normal ist Parität. Diese äußerst perverse Politik wird durch IPPF (International Planned Parenthood Federation), einer Unterorganisation der UNO, mitfinanziert. Als George Bush Junior die US-Gelder für diese Organisation strich, sprang die EU ein. Es klebt also an vielen Händen viel Blut.

P. Bernhard Kaufmann,

Jennen 2, Dornbirn