Silvesterknallerei und mehr

10.01.2016 • 18:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die VN-Leserbriefe zu diesem Thema zeigen, dass nicht nur die Emissionen jedes Jahr steigen, sondern auch die kritischen Stimmen gegen diesen Unsinn. Eine Studie von ARBÖ und ÖVK stellt fest, dass die 400 Tonnen PM 10 (Particulate Matter = Feinstaub), die in einer einzigen Silvesternacht in Österreich freigesetzt werden, annähernd gleich hoch sind wie die aller Pkw und Lkw zusammen in einem Jahr! Zudem dringen die Partikel der Giftstoffe tief in die Lunge ein. Im Februar steht uns das nächste Ereignis bevor, der Funkensonntag. Die Unsitte, zusätzlich zum Funken auch noch ein Feuerwerk abzubrennen, breitet sich aus. Die von Pyrotechnikern gezündeten Feuerwerke sind auch nicht besser, im Gegenteil, die Konzentration und Quantität des Giftcocktails ist noch höher. Eltern sollten ihre Kinder deshalb von diesen Giften fernhalten und in ihrer Gemeinde die Stimme gegen diesen Unfug erheben. Bei Überschreitungen der gesundheitsrelevanten Grenzwerte um das Vielfache wären Politiker verpflichtet zu handeln, anstatt nutzlose Appelle von sich zu geben, von denen sie von vornherein wissen, dass sie wirkungslos bleiben. Wenn das unsagbare Tierleid schon nicht genug zählt, um zu handeln, sollte es wenigstens die Gesundheit der Bevölkerung sein!

Franz Ströhle,
Sonnengarten 22, Höchst