Was du nicht willst

Leserbriefe / 14.03.2016 • 17:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar „Noch da?“ von Hanno Loewy, VN vom
7. 3. 2016:

Lieber Hanno Loewy, in einer Ihrer Montagskolumnen treten Sie als Anwalt einer Alternativ-Gesellschaft auf – Menschen, die am Rande stehen bzw. aufgrund ihres Andersseins an den Rand gedrängt werden. So gesehen ein Akt der Empathie, ein Werk der Barmherzigkeit (wie es auch Papst Franziskus immer wieder einmahnt und vorlebt!). Ich setze nun voraus, dass sich Ihr soziales Engagement nicht allein in wohlmeinenden Worten und einem monatlichen Spenden­beitrag von 2,50 Euro für die (lesenswerte) Straßenzeitung „Marie“ erschöpft. Einem Vergleich mit dem Jesuiten­pater Georg Sporschill, der sich vorbehaltslos seit vielen Jahren für Straßenmenschen in Rumänien und Moldawien – und das nicht nur „für ein paar von ihnen“ – einsetzt, könnten Sie bei allem Respekt wahrscheinlich kaum standhalten. Umso mehr tut es weh, wenn Vorbilder unserer Zeit als „Seelenverkäufer“ denunziert werden und dann quasi in einem Nebensatz Papst Franziskus’ Plädoyer für die Armen und Ausgegrenzten auch noch als „Dummheit“ abgekanzelt wird.

Anton Amann,
Bahnhofstraße 24, Hohenems