Nazi-System und Islamisten Dank einer Wiener Zeitung hatte Österreich acht Jahre einen Kanzler, der tapfer die Machtposition seiner Partei festhielt, samt Reformstau. Jetzt kriegen wir einen Präsidenten, der so gar nicht den Wunscheigenschaften des Russ-Preisträgers Dr. Haller entspricht (VN, 12. 5. 2016). Ein Mann, der Kommunist, dann Sozialist, dann Grüner war und sich schließlich als unabhängiger Kandidat präsentierte, hat kaum das Profil einer glaubwürdigen, starken Persönlichkeit. Wie kommt es zu „Bunt und billig“? (VN, 25. 5. 2016). Älteren Semestern steckt das Nazi-System noch buchstäblich in den Knochen – ich selber bin eine wie durch ein Wunder überlebende Bombendoppelwaise (10. 5. 44), und die SS zündete am 1. 4. 45 unser Geschäft an. Über Hitler negativ zu sprechen war lebensgefährlich. Das muss über Generationen wachgehalten werden. Aber ist die FPÖ, ist Hofer menschenverachtend? Islamisten – nicht die Muslime – sind frauenverachtend. Das sitzt noch nicht in den Knochen. Diese Angst kennen nur Buchleser (z. B. „Nicht ohne meine Tochter“). Also ist die NaziAngst ungleich größer, von wirtschaftlichem Schaden im Ausland ganz zu schweigen. Mit dem „Nazi-Waldheim“ wurde zum Machterhalt der Linken ganz Österreich braun gefärbt, was ich in Brüssel und in Amsterdam mit Scham erleben musste. Hofer verliert. So geht Mediendemokratie. Margarethe De Rosso-Zsulits, Gablerstraße 7, Bregenz

Leserbriefe / 29.05.2016 • 17:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit