Lehrer-Image gehört aufpoliert

Leserbriefe / 31.05.2016 • 18:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Es gibt Lehrer, die ihren Job gerne machen und denen die Bildung ihrer Schüler am Herzen liegt.
Es gibt Lehrer, die ihren Job gerne machen und denen die Bildung ihrer Schüler am Herzen liegt.

„Hau den Lukas“, er ist Lehrer, und die langen Ferien­ kommen bald. Es wird wieder Zeit, auf die Lehrer zu schimpfen! Aber wussten Sie, dass es Lehrer gibt, die ihren Job richtig gerne machen und die sich jeden Tag freuen,­ ihre Schüler(innen) zu sehen? Solche, die sich mit Enthusiasmus den Anforderungen der Zeit stellen, sich regelmäßig weiterbilden, um am Ball zu bleiben, und sich sogar der Evaluierung der Schüler(innen), aber auch der Eltern stellen, um sich weiterzuentwickeln? Ich finde, es ist vergeudete Zeit, sich immer des schlechten Images wegen zu rechtfertigen, anstatt die Zeit so zu nutzen, wie ich es eigentlich gerne würde: Zeit mit meinen Schüler(inne)n verbringen, Wissen kreativ und abwechslungsreich vermitteln und mich über gute Lernerfolge meiner Schüler(innen) freuen. Ich suche bewusst die Zusammenarbeit mit den Schüler(inne)n und Eltern, ich kann konstruktive Kritik annehmen und entwickle und bilde mich laufend weiter. Aber ich freue mich auch – genauso wie die Schüler(innen) – über Lob.

Wir Lehrer(innen) versuchen stets, das Positive in den Schüler(inne)n zu sehen – umgekehrt wünschen aber auch wir uns, an unseren Stärken gemessen zu werden. Das Image der Lehrer(innen) gehört auf­poliert, und das geht nur mit der Unterstützung aller! Denn allen liegt die Bildung unserer Kinder am Herzen.

Michael Klocker, AHS-Lehrer, Mähdergasse 10, Dornbirn