Maschinensteuer: Macht das Sinn?

Leserbriefe / 22.06.2016 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nur eine Maschinensteuer zur „Geldeintreibung“ wieder zu erfinden, ist einfach primitiv. Kein guter Beginn für Kanzler Kern. Die Grundidee bzgl. Arbeitsplatzvernichtung durch Maschinen wäre akzeptabel. Aber wie schon mehrfach geschrieben, trifft es die Falschen, und durch eine logische Preiserhöhung zahlt es wieder der kleine Mann. Vielmehr sollten endlich andere Maßnahmen wie Reformen und Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung durchgeführt werden. Die Transaktionssteuer (sind ja Reiche, die spekulieren) wäre auch endlich einzuführen. Davon wird schon lange geredet, aber nichts unternommen. Dann wurde unter Kanzler Schüssel die Körperschaftssteuer von 32 auf 25 Prozent gesenkt. Bei dieser Reduktion hat die Einsparung nur bei der ÖMV so viel ausgemacht, dass das gesamte Gesundheitssystem­ finanziert werden hätte können. Von Freiberuflern wurden viele Körperschaften gegründet, um sich diesen Steuervorteil zunutze zu machen (Normalsatz 42 Prozent). Wenn die Körperschaftssteuer wieder um zwei oder drei Prozent erhöht würde, wäre eine Umverteilung meist zu den Großfirmen gegeben. Das wäre eine bessere Maßnahme. Die Großfirmen machen ohnedies Millionengewinne, und eine Umverteilung machte mehr Sinn.

Oskar Piffer,

Gerbergasse 11, Dornbirn