Es ist was
faul im Staate

Leserbriefe / 19.07.2016 • 18:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief von Walter Länge, VN, 18. Juli:

Da werden zwei Politiker angegriffen und letztendlich beschuldigt, den VGH nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Der dritte Natio­nalratspräsident Hofer, der jetzt im Kollektiv den Bundespräsidenten vertritt, angelobt auf die Verfassung, soll den VGH beeinflussen? Als Bludenzer sollte der Herr sich erinnern: auch dort und auch in Hohenems wurden die Bürgermeisterwahlen aufgehoben und mussten, in Hohenems dann mit Dieter Egger, einem Freiheitlichen, wiederholt werden. Offenbar ist doch „etwas faul im Staate Dänemark“, um aus Hamlet zu zitieren. Die Wahlkarten wurden einst eingeführt, um Teilen der Bevölkerung die Teilnahme an Wahlen zu ermöglichen, wenn dies aus zwingenden Gründen sonst nicht möglich wäre. Und gerade diese Wahlkarten – oft illegal gesammelt abgeholt und nicht immer wie vorgesehen verwendet – sind es, die in den letzten Wahlen die Ergebnisse aus den Wahllokalen gekippt und ja sogar ins Gegenteil gekehrt haben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Und zuletzt: der „Rattenfänger“ Hofer hat, der Schluss liegt nahe, von 2,2 Mill. „Ratten“ aus Österreich die Stimme erhalten. Durch diese Stimmen war er am Ende des Tages der Sieger. Sein „unabhängiger“ Gegenkandidat war erst durch die Wahlkarten knapp vorne.

DI Hans K. Halbgebauer,

Pongartgasse 10, Dornbirn