Übel an der Wurzel packen

25.07.2016 • 16:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Afrikaner flüchten vor bitterster Armut in ihren Herkunftsländern, denn die Entwicklungshilfegelder kommen nicht beim Volk an. AP
Afrikaner flüchten vor bitterster Armut in ihren Herkunftsländern, denn die Entwicklungshilfegelder kommen nicht beim Volk an. AP

Warum gibt es Wirtschaftsflüchtlinge? Warum wird das Übel nicht an der Wurzel gepackt und gegen die Korruption vorgegangen? Man finanziert Scheinminister, erhält fingierte Rechnungen zum Beweis etc. Wenn nach mehr als 60 Jahren mit Billionen von Euro und USD Entwicklungshilfegeldern keine Infrastruktur zum Wohle aller und nicht nur für die oberen 10.000 geschaffen werden konnte, dann ist da etwas ganz schön faul. Täglich kommuniziere ich mit jungen Menschen vor Ort und erhalte Information aus erster Hand. Sie haben keine Chance, sich dagegen zu wehren. Wird ein Präsident abgewählt, wartet schon der nächste aus demselben Familienclan. Wenn Entwicklungshilfegelder für Schul-, Krankenhaus- und Straßenbau etc. eingesetzt werden, haben Menschen Arbeit, können Steuern bezahlen, ein Sozialsystem kann aufgebaut werden, der Kreis schließt sich. Alle können in ihrer Heimat bleiben, woanders fühlen sie sich nicht wirklich wohl. Es müssen keine „Nutz-Kinder“ mehr geboren werden, die ohne Liebe und verhärmt aufwachsen, die verkauft und verheiratet werden mit Greisen. Will sich da wer mit Geld ein reines Gewissen verschaffen gegen die jahrelange und fortwährende Ausbeutung? Dazu kommt noch, dass die EU mit Lebensmittellieferungen den afrikanischen Bauern die Existenz raubt und Einfuhrzölle so hoch ansetzt, dass Exporte in die EU unmöglich sind.

Gerda Stark,

Kornfeld 61, Götzis