Terroristen herzlich willkommen?

26.07.2016 • 16:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

So kommt einem das vor, wenn man die Rahmenbedingungen zur Verübung von Gewaltverbrechen näher betrachtet. Audiovisuelle Medien sorgen dafür, dass es ganz generell keine objektive Berichterstattung gibt. Täter werden als „Gotteskämpfer“ und nicht als Schwerverbrecher berühmt. Demokratiefeindlichkeit und Waffengewalt werden durch den weltweiten Vormarsch von Nationalisten, Erzkonservativen und Rechtsradikalen immer stärker glorifiziert. Die Unterscheidung von Gut und Böse spielt kaum mehr eine Rolle. Propagandistische Mutmaßungen und unangebrachte Sticheleien ersetzen Intelligenz und Gesprächsbereitschaft. So verhindert man erfolgreich die Ausforschung der wahren Ursachen allen Übels. Religionsgemeinschaften bekommen kaum Gelegenheit, sich ohne Kopftuch zum Frieden zu bekennen. Provokanten Organisationen steht man völlig hilflos gegenüber. Die den Frieden in Europa gefährdende Völkerwanderung aus islamischen Staaten wird von geheimen westlichen Privatinstitutionen organisiert. (Notleidende ohne Gunst und Bares können bekanntlich nicht flüchten.) Außerdem gäbe es diese Kriege alle nicht, wenn sich der Westen nicht massiv in die internen Angelegenheiten dieser Länder eingemischt hätte. Arbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit, vor allem aber die Aussichtslosigkeit auf ein einigermaßen menschenwürdiges Dasein, alles Themen, die wir im Dienste hochgeheiligter „Anleger“ stereotyp verdrängen, werden noch viel mehr völlig unschuldige Opfer fordern und als Nebeneffekt die Lebensqualität aller Europäer weiter senken.

Thomas Amann,

Wellenau 5, Bregenz