Problem mit ­Doping

28.07.2016 • 16:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN Bericht vom
26. 7. 2016:

Das permanent zitierte ­„Putins Staatsdoping“ hat nach der politischen Krise auch die sportliche Krise zwischen Ost und West weiter angeheizt. Wenn Sportler aus anderen Ländern des ­Dopings überführt werden, wird zu Recht der Sportler zur Verantwortung gezogen und nicht deren Staatsoberhaupt als Hauptschuldiger angeprangert. Man sollte Sport und Politik, wie Kirche und Staat, getrennt behandeln. Vor allem müssen Länder wie z. B. China, das wegen seiner politischen und wirtschaftlichen Macht schonend behandelt wird, oder Russland, Kenia, Jamaika, die im Dauerverdacht des Dopings stehen, gleichermaßen behandelt werden. Der Westen soll das weltweite Dopingproblem nicht immer auf andere abwälzen. So lange einige Länder den ­Dopingtest von ausländischen Experten ohne Konsequenzen verweigern oder behindern können, wird man die Seuche Doping nicht in den Griff bekommen. Der Sportler muss einfach wissen, dass er bei einem ­Dopingvergehen lebenslang für alle Großereignisse gesperrt ist. Es kann nicht sein, dass jede Menge Weltklasseathleten, die bereits einmal oder mehrmals wegen Dopingvergehen gesperrt waren, wieder an den Start gehen dürfen.

Alfred Fuchs,
Forachstraße 81a, Dornbirn