Halbzeit auf
den Alpen

31.07.2016 • 16:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wenn es August wird, dann ist die halbe Alpzeit vorbei. Es war heuer mit dem vielen Regen für das Alppersonal eine besondere Herausforderung und auch für die anvertrauten Tiere eine harte Zeit. Wenn die Rinder, und hier vor allem die Kälber,
tagelang nicht trocken werden, einen Buckel machen, zittern und die Haare aufstellen, dies auf Alpen oberhalb der Baumgrenze, dann leiden die Hirten mit den Tieren mit. Weil sie wissen, dass die Rinder keinen Stall bzw. nur einen Notstall für verletzte oder kranke Tiere haben.

Für die Hirten heißt es, in der zweiten Halbzeit des Alpsommers mehr Zeit für das Hüten aufzuwenden, weil die Rinder immer öfters in schwieriges Gelände kommen und wissen, wo die besten, saftigen Gräser und Kräuter zu holen sind. Natürlich ist auch jeder Hirte bemüht, im Herbst alle Tiere den Bauern mit Blumenschmuck gesund zu übergeben und mit Freude und Stolz mit dem „Mojen und Krönele“ heimzukehren. Möge in der zweiten Hälfte des Alpsommers den Hirten und ihren Rindern öfters die Sonne scheinen, dann sind die rauen Tage des Vorsommers bald vergessen.

Hugo mayer,
Mühle 700, egg