Unternehmer drangsaliert

16.08.2016 • 15:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die seit 1. Jänner dieses Jahres geltende Registrierkassenpflicht wird trotz Entschärfung weiter kritisiert.
Die seit 1. Jänner dieses Jahres geltende Registrierkassenpflicht wird trotz Entschärfung weiter kritisiert.

Mit Datum 4. 8. 2016 erschien wiederum ein leuch­tendes Beispiel für „Entbürokratisierung,“ nämlich ein Monstererlass mit 95 Seiten zur Einzelaufzeichnungs-Registrierkassen-und Belegerteilungspflicht. Die Plagegeister und ihre Landsknechte sind wieder am Werk. Man will auf der einen Seite Unternehmensneugründungen fördern und drangsaliert andererseits die Unternehmer mit solchen Scheußlichkeiten. Die alte Regelung zur Registrierkasse wurde auf großen Druck hin zwar etwas verbessert, aber völlig ungenügend. Die Umsatzgrenze für Vereine wurde auf 30.000 Euro angehoben, aber gleichzeitig eine Bremse mit 52 Tagen Kantinenöffnung eingeführt. Weshalb bitte? Viele Vereine haben einen Aufenthaltsraum, wo nach dem Training Getränke und Snacks konsumiert werden können. So etwas wird vom Finanzamt als „Kantine“­ angesehen. Dies würde höchstens einen Trainingstag in der Woche mit Kantinenöffnung gestatten, viele Vereine haben jedoch zwei bis drei Trainingstage, womit diese Umsatzanhebung wiederum nutzlos ist. Außerdem wäre eine stärkere Anhebung z. B. auf 50.000 Euro für Vereine sinnvoller gewesen. Was für Leute machen unsere Gesetze? Entweder haben sie vom Vereinsleben keine Ahnung, oder andere Boshaftigkeiten im Hinterkopf. Hauptsache, man hat für politische Parteien und deren Unterorganisationen gewisse Begünstigungen geschaffen. Solche Leute gehören schnellstens in die Wüste geschickt, aber ohne fettes Ausgedinge.

Dr. Rudolf Rudari,
Felder-strasse 5, Bürs