Verkürzung der Sommerferien

17.08.2016 • 16:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wieder einmal steht das Thema Schulferien auf der Tagesordnung, und wenn man der Schlagzeile der VN vom 12. 8. 2016 – „Vorarlbergern sind die Sommerferien zu lang/Ja zu kürzeren Sommerferien“ – Glauben schenken darf, so wünscht sich eine Mehrheit eine Verkürzung von ein bis zwei Wochen, dafür jedoch Herbstferien in derselben Länge. Natürlich betonen alle, dass ihnen das Wohl der Kinder besonders wichtig sei, doch allein mir fehlt der Glaube. Hat sich doch schon die Wirtschaft zu Wort gemeldet, weil man mit Herbstferien die Sommersaison verlängern könnte. Dass die Schweiz, wann immer es passt, als Beispiel herangezogen wird, ist ebenfalls nicht neu, wenngleich die als nüchtern geltenden Schweizer mit ihrer Arbeitswut (42-Stunden-Woche sowie der Ablehnung einer Woche mehr Urlaub per Referendum) diesbezüglich nicht als Vorbild dienen. Das Problem mit der Kinderbetreuung gibt es logischerweise schon seit Langem, doch wozu gibt es die starken Frauen, die angeblich sonst alles managen? Es sollte doch möglich sein, ein Angebot bereitzustellen, damit nicht wieder alle in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Kinder soll man doch diese Ferien auskosten lassen, statt ständig herumzuexperimentieren und Einschränkungen zu machen. Auch Muße und selbst Langeweile und genügend Abstand zur Schule können förderlich sein, Neues zu denken oder auszuprobieren, oder um sich nach einer ausgiebigen Pause umso mehr auf die Schule zu freuen!

Gerda Kopecny,
Rudolfstrasse 13,

Lustenau