Die Schulpolitik der FPÖ

18.08.2016 • 15:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Argumente des FPÖ-Landesparteiobmannes Reinhard Bösch sind entlarvend. In seiner inhaltlich unzutreffenden „Beweisführung“ offenbart sich seine Grundhaltung, übereinstimmend mit der des Bundesparteiobmannes Strache, dass er von der gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen nichts hält. Wörtlich: „Unsere Kinder können nach diesen Gesamtschulen (hingedeutet auf die Volks- und die Neue Mittelschule) nicht lesen, nicht schreiben, nicht rechnen.“ Der Grundfehler dieser Aussage liegt darin, dass die Neuen Mittelschulen eben keine Gesamtschulen sind, da die entwicklungspsychologisch zu frühe Trennung in „begabte“ und „weniger begabte“ zwar nicht auf dem Land, aber in den Städten die Mittelschulen zu „Restschulen“ verkommen lässt. Auch die Aussage „Die Ergebnisse dieser Gesamtschulen sind verheerend“ ist eine übertriebene Behauptung. Die Gesamtschule – siehe Süd­tirol – würde wichtige Vorteile bieten: Chancengerechtigkeit, die Förderung aller Kinder mit ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen und die Entwicklung der Fähigkeit gegenseitiger Hilfe und Wertschätzung in der Teamarbeit. Dies würde auch die Modellregion Vorarlberg, die trotz Querschüssen weiter angestrebt werden sollte, zutage fördern.

Alois schwienbacher,
Kopfstraße 14c, altach