Zuschüttung des Grabens wurde nicht zugestimmt

19.08.2016 • 16:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 18. August 2016.
VN-Bericht vom 18. August 2016.

Zum Bericht „Grabenkampf mit der BH Dornbirn“,
VN vom 18. 8. 2016:

Zum VN-Artikel über die rechtswidrige Zuschüttung eines Grabens in Lustenau möchte ich als Bezirkshauptmann nochmals Stellung nehmen. Die BH Dornbirn hat Herrn Steinscherer die Errichtung eines Eigenheims bewilligt, allerdings unter klaren Auflagen, da das Grundstück unmittelbar an den Lustenauer Kanal grenzt. Dabei wurde etwa der Entfernung beschädigter und kranker hochwüchsiger Bäume am ÖBB-Graben unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die Lücken mit heimischen Sträuchern wieder gefüllt werden. Eine Zuschüttung des ÖBB-Grabens konnte aus verschiedensten rechtlichen Gründen nicht erlaubt werden. Trotzdem hat die Familie Steinscherer­ unter klarer Verletzung der erteilten Auflagen den angrenzenden Graben zur Gänze verrohrt, zugeschüttet und nützt die Fläche jetzt als Garten. Verschiedene öffentliche Interessen stehen dem entgegen, deshalb halten sowohl der Sachverständige für Wasserbau und Gewässerschutz, das wasserwirtschaftliche Planungsorgan, der Sachverständige für Natur- und Landschaftsschutz, wie auch die Marktgemeinde Lustenau eine Wiederherstellung des Grabens für notwendig. Auch die ÖBB stellen klar, dass sie trotz der ursprünglich positiven Signale der Verrohrung und Nutzung ihres Grundstücks durch die Familie Stein­scherer nicht zustimmen konnte und auch weiterhin nicht zustimmen kann.

Die BH Dornbirn hat daher die Wiederherstellung des Grabens, wie er früher war, angeordnet. Das Landesverwaltungsgericht bestätigt die Vorgangsweise der BH Dornbirn.

Dr. Helgar Wurzer, Bezirkshauptmann, BH dornbirn,
klaudiastrasse 2