Vorarlberg
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Leserbriefe / 21.08.2016 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In einer jüngsten Aussen­dung der Vorarlberger Landesregierung wird mit berechtigtem Stolz darauf hingewiesen, dass die im Internet abrufbaren Videoclips (Luftaufnahmen der Vorarlberger Landschaften) per Monat 42.000 Mal (fast 1200 mal per Tag) angeklickt wurden. Der Werbeeffekt dieser Fotos sei für unser Land von sehr beachtlicher Bedeutung, sagt der für Tourismus zuständige Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Als Landesbürger darf man mit Freude vernehmen, wie unser mit landschaftlicher Schönheit gesegnetes Land national und international geschätzt und geachtet wird. Halten wir aber in dieser Freude über unser Land einmal inne und denken wir darüber nach, wie abstoßend und unansehnlich die heute so anmutigen Berge aussehen würden, wenn die ausgedehnten Alpflächen und Berghänge nicht mehr beweidet, gemäht und in mühsamer Kleinarbeit gepflegt würden, und wenn an den Berghängen statt der Tausenden Alpenblumen nur noch Buschwerk und Unkraut wuchern würde. Wäre es daher nicht auch ein überlegenswerter Akt des Respekts und der Wertschätzung, wenn jene, die in diesen Ferienmonaten über die blühenden Alp- und Bergwiesen wandern, den Älplern und Bergbauern zumindest ein stilles, aber vielleicht auch offenes Dankeschön dafür widmen, dass diese in oft mühevollem Tagwerk dafür sorgen, dass unsere Landschaft sehens- und liebenswert ist – und hoffentlich auch bleibt.

Hugo Waldner, Freien 58, Egg