Volksabstimmung zum Bildungs­system

24.08.2016 • 17:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein gutes Bildungssystem ist ein entscheidender Baustein für eine gute Zukunft der Jugend und unseres Landes.­ Da sich die Politik in Sachen Weiterentwicklung des Bildungssystems seit Jahrzehnten überwiegend ideologische Grabenkämpfe liefert, warum die Bildungsfrage nicht ein für alle Mal – das heißt, für zumindest rund 20 Jahre – mittels Volksentscheid abklären? Im Wesentlichen geht es doch um die Entscheidung, ob die Gesamtschule oder ein differenziertes, aber durchgängiges System für die Zehn- bis 14-Jährigen die bessere Lösung ist. Allenfalls wäre noch abzuklären, ob das Regelbildungssystem durch eine Anlauf-/Basisbildung, mit dem klaren Aufstiegsziel ins Regelsystem, für ausgeprägt verhaltenskreative Schüler zu ergänzen bzw. zu entlasten ist. Das ist natürlich eine Wiederauf­erstehung der ideologisch als „Ultra-Pfui“ erkannten Sonderschule. Ohne eine Basisstufe, welche die Kinder dort abholt, wo sie nun mal starten, wird es aber nicht gehen. Sonst ist die Mehrheit der von vornherein einigermaßen Bildungswilligen und fürs Regelsystem Geeigneten durch eine „Kann-nicht- oder Will-nicht-Minderheit“ benachteiligt. Wer mit den Leuten redet, weiß, dass die Gesamtschule der Zehn- bis 14-Jährigen beim Volksentscheid auf ca. 30 Prozent käme, das heißt, keine Chance auf eine Mehrheit hätte. Die so erklärbare Sturheit der Bildungsideologen würde ­daher eine wesentliche Ursache im Fall eines Wahlsieges der FPÖ 2018 sein.

Dr. Klaus König, Hofsteig-straße 8, Lauterach