Homöopathie und Wassergedächtnis

Leserbriefe / 25.08.2016 • 18:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar „Betrug: Wassermärchen“ von Rudolf Öller , VN vom 20. 8. 2016:

Zu den Ausführungen von Dr. Öller möchte ich anmerken, dass Dr. Öller wohl einige Tatsachen verdreht, da er das Prinzip der Homöopathie wahrscheinlich nicht verstanden hat. Im Organon der Heilkunst sind alle wesentlichen Gesichtspunkte genau erläutert. Die Homöopathie hat 200 Jahre Anfeindungen­ überstanden und wird in vielen Ländern der Erde praktiziert. Mittlerweile haben Homöopathen auch bei unheilbaren Erkrankungen Heilungen erzielt. Hahnemann hat meist mit C-Potenzen gearbeitet. Verdünnungen sind unwirksam, erst die Potenzierung – Verdünnung und Verschüttelung – nach genauen Angaben des HAB (Homöopathisches Arzneibuch) erzeugt eine Wirkung auf den zu heilenden Organismus. Homöopathie arbeitet nicht mit den Theorien eines „Wassergedächtnisses“. Ein Erklärungsmodell für die Homöopathie kann vielleicht erst in ferner Zeit durch Atomphysiker geliefert ­werden. Gegenwärtig muss man sich mit den praktischen Erfahrungen der Ärzte und Therapeuten begnügen. Eine Untersuchung der Charité in Berlin hat einen positiven Wirkungsnachweis in Langzeitstudien erbracht.

Dr. med. joachim Schneider, Arzt für allgemeinmedizin und homöopathie, grundstraße 6, D-88131 bodolz bei lindau