Stolzer Blickfang überm Rheintal

Leserbriefe / 25.08.2016 • 18:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wallfahren ist Wandern zum Ort. Nach einer Wanderung nach Bildstein steht dort die 1662 erbaute Wallfahrtskirche „zu unserer lieben Frau Maria Heimsuchung“, als einer der wichtigsten Barockbauten Vorarlbergs. Diese steht selbstverständlich unter Denkmalschutz. Beim Besuch der Kirche erwartet uns eine Atmosphäre der Wärme (gelber Marmorboden), Freundlichkeit und Geborgenheit, was zu einer besinnlichen Andacht führt. 2015 wurde die Außenrenovierung abgeschlossen, die Kirche steht als stolzer Blickfang über dem Rheintal. Im selben Jahr wurde von den Domherren und der Pfarre der beschlossene Umbauplan vorgestellt. Nach dem Ausräumen der Kirchen von Hard, Kennelbach und Götzis soll Bildstein die nächste sein.

Zu diesem Thema wurde die Bevölkerung mittels Plakaten und Foldern informiert. Erstaunlich ist, dass fünf von sechs Ansprechpersonen ihre Meinung zur Restaurierung revidiert haben und somit zu den „Ausräumern“ gehören. Wenn die Verantwortlichen der Diözese und der Pfarre die Gegenstimmung, welche beim Informationsabend herrschte, nicht erkennen, die über 800 Unterschriften ignorieren und 1,6 Millionen Euro verwenden, gilt der Vers: „Herr, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Das ist keine Umgangsform mit der von der Bevölkerung geschätzten Wallfahrtskirche. Für die Erhaltung und Restaurierung des Innenraumes werden wir uns weiter einsetzen.

Fritz Leissing,

Hof 5, Alberschwende,

Hans Dür,

Fohren 127, Alberschwende