Wertehaltung und BFA-Verhalten

26.08.2016 • 17:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Bericht „Sehr ­aggressiv und vorwurfsvoll“, VN vom 18. 8. 2016:

Leider musste ich dieselbe Erfahrung machen wie die Verfasserin des Artikels „Sehr aggressiv und vorwurfsvoll“, und die Leserbriefschreiber der letzten Tage ergänzten diese Erfahrungen beim BFA in Vorarlberg. Fast jeden Tag spricht irgendwer von den Politikern über die einzuhaltenden Werte und über die Erwartungen an die Menschen, die zu uns gekommen sind. Dabei stellen sich unwillkürlich auch an uns Österreicher mehrere Fragen: Wo sind unsere Werthaltungen, wenn hier so „aggressiv und vorwurfsvoll“ mit Menschen aus anderen Ländern umgegangen wird? Wo und von wem werden die Fragensteller geschult und wie umfassend ist die Einschulung? Nach welchen Kriterien werden die Fragesteller ausgesucht und wer begleitet sie bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe? Bekommen sie Unterstützung durch Supervision? Und können sie die einzelnen Fälle in einem Team besprechen oder entscheidet eine Person ganz allein über das Schicksal eines Menschen? All diese Fragen und deren Folgen haben Auswirkungen auf Menschen im Asylverfahren. Sie haben aber auch Auswirkungen auf unsere eigenen Werte. Daher möchte ich diese Fragen an die Verantwortlichen in den BFA-Abteilungen richten und auch an unsere Vertreter des Staates Österreich.

Anna Huber,

Dr.-Waibel-straße 13, Dornbirn