Wettlokale im Wohngebiet

Leserbriefe / 28.08.2016 • 18:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Begründung einer Ablehnung einer Berufung beim Landesgericht gegen den Betrieb eines Wettlokals mit über 100 Sitzplätzen gipfelt in folgendem Satz: „Der Betrieb eines Wettlokals in einer Wohnungseigentumsanlage in Innenstadtlage mit – neben ca. 80 Wohnungen – rund 10 Geschäftslokalen, in welchen insgesamt sechs Wettlokale betrieben werden, kann nicht als verkehrsunüblich bezeichnet werden.“

Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer dieser drei Richter je in einer vergleichbaren Umgebung gewohnt hat oder je versucht hat, sich mit den Unannehmlichkeiten einer solchen Situation auseinanderzusetzen. Ich beobachte die Anstrengungen der Behörden, die versuchen gegen Wettlokale vorzugehen. Für sie muss obiger Satz wie ein Schlag vor den Kopf sein.

Ich habe aber auch eine positive Nachricht: Schon Monate vor dem Entscheid des Landesgerichtes wurden drei der sechs Wettbüros als illegale Wettbüros durch Bemühungen der Behörden geschlossen. Danke an alle, die dies ermöglicht haben. Die Lebensqualität der Bewohner hat sich bereits dramatisch verbessert. Gut wäre sie aber erst dann wieder, wenn wir ohne Wettlokale leben könnten.

Mag. Helmut Schneider,

Moosmahdstrasse 4, Dornbirn