Nicht reif für direkte Demokratie

Leserbriefe / 29.08.2016 • 19:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Wohin steuert Österreich?“ von Armin Amann, Schlins: Ich bin wirklich nicht mit allem einverstanden, was die Schweizer an unhygie­nischen Machenschaften sich leisten und geleistet haben (Stichwort Nazigold, oder dass sie von kriminellen Staatschefs und anderen Gaunern Schwarzgeld verstecken). Aber warum die direkte Demokratie nur in der Schweiz funktioniert, hat Herr Amann ausführlich beschrieben. Es ist eben das einzige Land der Welt, das reif genug für eine direkte Demokratie ist. Alle anderen Länder, wie auch Österreich, wo von den Populisten die direkte Demokratie gefordert wird, sind Bauernfänger, weil sie wissen, dass das Volk im Gegensatz zur Schweiz leichter manipulierbar ist. Ein typisches Beispiel dafür ist der Brexit, wo bei einer Wählerumfrage festgestellt wurde, dass ihnen der Brexit egal ist, aber der unbeliebten Regierung eines ausgewischt werden sollte. Der Schaden des Brexit wird von Fachleuten als enorm eingeschätzt. Die Verursacher sind eine unfähige Regierung und ein unreifes Volk. In Österreich ist alles auch ohne wirklichen Oexit noch viel schlimmer. Nicht nur, weil die direkte Demokratie auch dieselben Folgen hätte, sondern die Schlamperei und unglaubliche Gerichtsurteile Berühmtheit erlangt haben. Wenn die in den Leserbriefen angesprochenen Personen auch tatsächlich diese Leserbriefe lesen würden, sollten sie sich überlegen, ob sie wirklich alles richtig machen.

Ing. Wernfried Halder,

Lochauer str. 95a, Hörbranz