Flüchtlinge – Fremde oder Freunde?

Leserbriefe / 01.09.2016 • 18:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 27. August 2016.
VN-Bericht vom 27. August 2016.

Den Herausforderungen, die sich mit den Flüchtlingen ergeben, müssen wir uns stellen. Sie haben ihre Heimat verlassen, weil sie im Kriegsgebiet wohnten und ihr Leben nicht mehr sicher war und sie Hunger, Armut und Arbeitslosigkeit erleiden mussten. Die Menschen sind bei uns angekommen in der Hoffnung auf ein neues, sicheres und besseres Leben. Ein zweites Parndorf, in dem vor einem Jahr 71 Menschen – Kinder, Frauen, Männer – eingesperrt in einem Lkw einen qualvollen Tod starben, darf es nicht mehr geben. Unsere Bemühung muss sein, dass die Flüchtlinge nicht am Rande der Gesellschaft leben müssen. Wir dürfen sie nicht als Fremde sehen, sondern als Freunde aufnehmen. Mehr als überflüssig ist die Diskussion um Burka und Kopftuch. Versuchen wir ihnen menschlich näherzukommen. Kommen wir mit ihnen ins Gespräch und verhindern so eine Gettobildung – ganz gleich, welcher Religion sie angehören. Zeigen wir den Flüchtlingen, dass sie auf Menschen treffen, denen ihr Schicksal nicht gleichgültig ist. Helfen wir bei Behördengängen, ärztlicher Versorgung, bei der Suche nach Wohnung und Arbeit. Zeigen wir den Ankommenden Gastfreundschaft und Anerkennung für ihre Widerstandskraft im Unglück. Zeigen wir, dass es auch eine Welt ohne Krieg, Trümmer und Gräben gibt.

Hugo Mayer,

Mühle 700,

Egg