Pensionsreform ist überfällig

Leserbriefe / 02.09.2016 • 19:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dem Kommentar von Baumeister Hubert Rhomberg zur Pensionsproblematik in Österreich stimme ich zu. Die gravierenden Ungerechtigkeiten sind für uns Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar: Jährlich steigen die Zuschüsse aus dem Budget für Luxuspensionen, die nur zu einem Bruchteil durch Einzahlungen gedeckt sind. Vergleicht man die Pensionen von Personen im öffentlichen Dienst und in staatsnahen Betrieben mit einer ASVG-Pension nach mehr als 40 Beitragsjahren, so muss man ernsthaft die Frage nach dem Gleichheitsgrundsatz stellen. Eigentlich wäre von Regierung und Parlament schon längst eine umfassende Reform des Pensionsgesetzes fällig, die einerseits von den Bürgerinnen und Bürgern als ausgewogen und gerecht empfunden würde und andererseits auf nachfolgende Generationen Rücksicht nimmt. D. h., das Pensionssystem muss von der Finanzierung her ohne jährlich steigende Zuschüsse aus dem Budget finanzierbar sein. Der Vorschlag von Herrn Rhomberg erscheint vernünftig und umsetzbar.­ Ich zweifle jedoch, dass vom Gesetzgeber her etwas Entscheidendes passiert. Denn diejenigen, die von den Luxuspensionen profitieren, werden ohne massiven Druck aus der Bevölkerung kein Interesse haben, diese notwendigen Änderungen durchzuführen. Auch ich bin der Meinung, dass als kurzfristige Maßnahme die Luxuspensionen, wie vorgeschlagen, reduziert werden und in einem zweiten Schritt ein unabhängiges Expertenteam ein gerechtes Pensionssystem erarbeitet, das auch für zukünftige Generationen ein Leben ohne Altersarmut ermöglicht.

Angelika Egel, MAS (FH),

Letzestrasse 36a, Feldkirch