Fußball-
Nachwuchszentrum Lustenau

Leserbriefe / 06.10.2016 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mich als Gartenpächterin ärgert es, wenn immer nur von „Hütten“ die Rede ist und somit ein falsches Bild entsteht. Diese erfüllen ihren Zweck als Geräte-Mähschuppen und Regenschutz. Zum Teil bewirtschaften Pächter ihren Garten schon 50 Jahre. Von Schweizer Seite (März 2008) wurde mir ein lebenslanges Pachtrecht zugesichert und von Lustenauer Seite war die Rede von einer Umwidmung in eine Kleingartenanlage, was nie geschah. Die Garten-pächter leben in Wohnungen und genießen das Gärtnern an der frischen Luft. Einem „Feld“ von sieben Fußballfeldern soll unser Schrebergartenverein zum Opfer fallen. Was passiert, wenn alles plattgemacht wird? Mein Garten versorgt uns das ganze Jahr mit frischem Gemüse, Salaten, Obst, Beeren etc. 15 Vogelarten (Ganzjahresfütterung) müssen weiterziehen. Im Teich leben Frösche, Ringelnattern, Libellenlarven und vieles mehr. Weidebäume, die ich als Bienennahrung pflanzte, werden gerodet. In welche Richtung flüchten wohl die Eichhörnchen und zahlreichen Igel, Hornissen, alle Arten von Wespen, die jahrelang denselben Unterschlupf benutzen? Viele Arten von Schmetterlingen, brütende Wildenten, Bisamratten leben hier, die Liste ist endlos. Weshalb muss diese Naturoase für Mensch und Tier wegen eines einzigen Fußballfeldes zerstört werden? Sind wir Älteren nichts mehr wert? Haben wir kein Anrecht auf Natur und unsere Gärten, in denen unser Herzblut, Zeit und Geld stecken? Dürfen Alt und Jung nicht nebeneinander bestehen?

Gerda Hämmerle,
Mitglied im schrebergartenverein „Kiebitz“, Hasenfeldstraße 81, Lustenau