Wirtschaftswachstum und Mindestsicherung

Leserbriefe / 07.10.2016 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 6. Oktober 2016.
VN-Bericht vom 6. Oktober 2016.

Im Zuge unserer Arbeit für kostengünstiges Bauen sind für uns erschreckende Zahlen aufgetaucht: Die Bodenpreise explodieren regelrecht. Wir haben konkret von Quadratmeterpreisen von 600, 700, 900, ja 1000 Euro erfahren. Selbst dann verkaufen Eigentümer nicht gleich. Kein Wunder, ist der Bodenpreis mancherorts in einem Jahr mehr als 20 Prozent gestiegen. Sehr Reiche und Reiche im Land kaufen Immobilien und Böden auf, was das Zeug hält, Bedarf muss ja keiner mehr nachgewiesen werden. Als Kapitalanlage ist dies allemal besser, als Hunderttausende Euro auf die Bank zu legen. Der Bodenmarkt bricht momentan zusammen. Wohnungen, egal ob Miete oder Eigentum, werden unerschwinglich. Und ich frage mich: Wieso schreit kein Politiker der FPÖ auf? Sind zu viele im Landtag oder im Parlament, die selbst hoch privilegiert als Landwirte oder Immobilienmakler gut von dieser Situation leben und profitieren? In dieser Zeitung war kürzlich zu lesen: Das Vorarlberger Wirtschaftswachstum betrug zwischen 2000 und 2015 über 60 Prozent. Meine Frage: Gab es vergleichbare Anstiege von Löhnen und Gehältern? Wieso hört man schon lange von keinem freiheitlichen Politiker mehr, dass es dringend Lohnerhöhungen bräuchte? Stattdessen wollen sie die Mindestsicherung der Ärmsten kürzen. Treffpunkt der Konservativen. Der Blickwinkel der Rechten ist falsch eingestellt. Wacht die Landesregierung auf? Die Sozialdemokraten? Die Grünen?

Andreas Postner,

Köhlerstraße 25a, Rankweil