Wunsch
nach Führer?

Leserbriefe / 09.10.2016 • 21:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Von einem Heraufbeten eines Führers, so wie es gleich zwei Artikelschreiber vor Kurzem in den VN befürchteten, sind die Menschen in diesem Lande meilenweit entfernt. Wer heute noch glaubt, dass ein totalitärer Staat von den Menschen gewünscht wird, hat meiner Ansicht nach nichts begriffen.

Die Menschen heute wollen Frieden und Freiheit. Frieden ist jedoch nicht nur die Abwesenheit von Krieg mit Waffen. Heute ist permanenter Kriegszustand, der über die Medien und den Druck am Arbeitsplatz geführt wird. Noch nie waren die Burn-out-Patienten so zahlreich wie heute. Das allein ist schon ein Zeichen dafür, dass die Menschen die herrschenden Zustände nicht mehr ertragen wollen.

Nein, der Homo sapiens 2016 wünscht sich endlich die Befreiung von Arbeitswut, von Krieg, vom Druck eines Idealbildes, das durch die von Wirtschaftsinteressen pervertierte Medienlandschaft geschaffen wurde. Viele Unternehmer wünschen sich endlich ehrliches Unternehmertum, nicht das Ausbeuten der Angestellten und die Suche nach Steuerschlupflöchern. Wir brauchen keinen starken Mann, der uns sagt, was wir tun sollen, sondern wir brauchen Subsidiarität, bezogen auf die maximale persönliche Freiheit, ohne dogmatische Einflüsse, eben in ihrer reinsten Form. Und dies sollte das oberste Ziel der Politik sein. Leider wurde dies seit Einführung der Zweiten Republik noch nie eingehalten.

Thomas cassan,

lachenmahd 17a, dornbirn