Asylwerber

Leserbriefe / 11.10.2016 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

in der Schweiz

Die Schweiz ist mit ihrer relativ scharfen Fremdenpolizei-Praxis mittlerweile für Asylanten eher unattraktiv geworden. Daher stellen in letzter Zeit viel weniger Asylwerber einen Antrag in der Schweiz. Sie werden entweder ausgeschafft oder durchgeleitet. Wer hier einen Antrag stellt, wird anfangs relativ hart angepackt, dann aber auch eher großzügig abgefertigt, wenn er wieder gehen will. Diese Methode hat sich anscheinend bewährt, ist aber vielleicht nicht die billigste.

In Europa wird oft vergessen, dass die Schweiz im Vergleich einen außerordentlich hohen Fremdenanteil in der Bevölkerung hat. Die deutsche Ostschweiz mag nationalistisch und intolerant anmuten, gesamthaft ist die Schweiz (vor allem die Romandie) aber extrem vermischt. Im Westen ist auch die Verbrechensrate (Einbruch, Diebstahl, Raub, Betrug etc.) doppelt so hoch. Dort kosten entsprechende Risiko-Versicherungen manchmal schon doppelt so viel. Die Stadt Biel ist wie eine afrikanische Kolonie in der Schweiz und wird von ängstlichen Weißen schon großflächig umfahren. Die Schweiz ist eigentlich die einzige Nation, welche das Dublin-Abkommen (Datenaustausch, Fingerabdrücke, Asyltourismus) wirklich anwendet und umsetzt.

Josef Koch, Liechtensteiner­-straße 99, Feldkirch