250 Millionen
Euro für noch
mehr Verkehr

Leserbriefe / 20.10.2016 • 18:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In den nächsten Jahren will die Asfinag kräftig in das Straßennetz in Vorarlberg ­investieren. 250 Millionen Euro sollen für „mehr Sicherheit und weniger Staus“ ausgegeben werden. Das klingt gut, aber vergessen wird ein wichtiger Neben- wenn nicht Haupteffekt: Die größeren Kreisverkehre, zusätzlichen Fahrspuren und Anschlussstellen machen das Autofahren flüssiger und attraktiver. Damit wird der Kfz-Verkehr weiter zunehmen. Dies steht ganz im Gegensatz zu den offiziellen verkehrspolitischen Zielen, die in erster Linie den Anteil des öffentlichen Verkehrs, des Radfahrens und Zu-Fuß-Gehens am Gesamtverkehr steigern wollen. Ein Florieren der ­innerörtlichen Nahversorgung wird nicht gelingen, wenn die Einkaufszentren immer besser erreichbar werden. Es wäre deshalb sinnvoll, zumindest die Hälfte der vorgesehenen Mittel in den öffentlichen Verkehr und die Radwege zu stecken. So lange etwa die Busse im täglichen Autostau stecken bleiben, anstatt diesen auf eigenen Spuren zu umfahren, ist es für viele Pendler unattraktiv, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen.

Mag. Manfred Hagen,
Scheibenstraße 44, Lustenau