Christ sein in

Leserbriefe / 01.11.2016 • 18:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Worten und Taten

Es ist jedem Menschen und jeder Partei anheimgestellt, ob und wie sie sich zu einer religiösen Einstellung bekennen. Wenn sie aber in Worten ein Bekenntnis abgeben, sollte dies einigermaßen auch mit der gelebten Praxis übereinstimmen. Nach dem Zeugnis der Bibel ist Jesu Einstellung eindeutig: „Nicht jeder, der zu mir sagt ´Herr, Herr`, wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut“, „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“, „Was ihr dem Geringsten tut, tut ihr mir“. Momentan ist es nicht leicht, in der europäischen und auch in der österreichischen Politik ein Handeln nach christlichen Grundsätzen zu erkennen: So lange mit Waffenlieferungen sehr gut verdient wird, so lange statt Brücken Mauern und Stacheldrahtzäune errichtet werden, so lange Worte wie „Gutmensch“, „Willkommenskultur“ und „gemeinsam schaffen wir das“ Unworte sind, die nicht mehr verwendet werden dürfen. Als Christ ist es meine Gewissenspflicht, zu einer demokratischen Wahl zu gehen und meine Stimme jenen zu geben, die sich am ehesten nach christlichen Grundsätzen ausrichten. Unter Umständen kann allerdings passieren, dass ich jene wählen muss, die sich zwar aus irgendwelchen Gründen von christlichen Kirchen distanzieren und sogar ausgetreten sind, in ihrem Verhalten jedoch am ehesten christlichen Grundsätzen entsprechen.

Eugen Giselbrecht,

Dorf 194, 6933 Doren