Gott, das Kreuz
und die Politik

01.11.2016 • 17:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Das Kreuz gehört ins Klassenzimmer!“, meint Reinhold Lopatka, VP Klubobmann und „So wahr mir Gott helfe!“ will Norbert Hofer, freiheitlicher Präsidentschaftskandidat diesen Zusatz zur Gelöbnisformel im Falle seiner Angelobung zum Bundespräsidenten sprechen. Zwei Männer, beide Politiker, welche sich zum Christentum und Werten bekennen (der eine mit der Beibehaltung des Symbols des Kreuzes in den Klassenzimmern, der andere mit Worten bei der Angelobung). Während die Forderung, das Kreuz in den Klassenzimmern zu belassen, nahezu kommentarlos zur Kenntnis genommen wurde, hagelte es gegen Hofers Absicht und Bekenntnis Kritik.

Missbrauch des Gottesbegriffs sehen darin einige (meist selbsternannte) Religionsverteidiger und begründen dies mit abstrusen und nicht nachvollziehbaren Argumenten. Denn dann müsste man Idiome wie „Grüß Gott!“, „Oh mein Gott!“, „In Gottes Namen!“ usw. ja auch zur Diskussion stellen, oder doch nicht? Auch evangelische Kirchenvertreter reihten sich bei den künstlich Empörten ein. Diesen würde es weit besser anstehen, sich gegen die Christenverfolgung in islamischen Ländern einzusetzen, als politisch motivierte Entrüstung zu heucheln.

günther Wieser,
Am Kaiserstrand 9, lochau