Vegane Ernährung im Fokus

Leserbriefe / 23.12.2016 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wann immer über vegane Ernährung gesprochen wird, gehen die Emotionen hoch. Es gibt kaum sachliche Gespräche. Hier einige Fakten: Das Soja für die Junkfood­veganer kommt aus Österreich, gentechnikfrei. Im Jahr 2014 wurden lt. LKNÖ 131.000 Tonnen Soja in Österreich geerntet (für Menschen und Tiere). Zum Vergleich wurden im gleichen Jahr 206.000 Tonnen Zwiebeln und 750.000 Tonnen Kartoffeln aus dem Boden gehoben. In Österreich werden lt. BMLFUW zwei Millionen Rinder, 2,9 Millionen Schweine und 12,4 Millionen Hühner gehalten. Bei 3,8 Millionen Haushalten sind das mindestens ein Rindvieh oder ein Schwein und drei Hühner pro Haushalt (man stelle sich das bildlich vor). Diese fressen jedoch bedeutend mehr als Menschen, weit mehr als der österreichische Boden hergibt. Deshalb werden jährlich ca. 600.000 Tonnen Soja importiert, sogar gentechnisch verändertes. Eine gesunde vegane Ernährung ist stärkebasiert, d. h. Kartoffeln, Reis, Getreide und Hülsenfrüchte stellen die Nahrungsgrundlage, dazu frisches Gemüse, Kräuter, Gewürze, Obst. Kein Öl, keine Fertigprodukte, wenig Salz. Sogar die Academy of Nutrition and Dietetics, weltgrößte Organisation für Nahrungs- und Ernährungsfachleute, hat 2016 verlautbart, dass eine gesunde vegane Ernährung für jedermann geeignet ist (einschließlich Schwangerer, Kinder, Senioren und Sportler).

Dipl.-Ing. (FH) Alfons
Grabher, Brandgasse,
Bregenz