Starke Rüpel an die Macht

Leserbriefe / 26.01.2017 • 20:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Als Rot und Schwarz in den 90er-Jahren sich gegenseitig blockierten, kamen Anfang der 2000er die „Haideraner“­ mit an die Macht. Die selbst­ernannten Verteidiger des Abendlandes und des kleinen Mannes haben es uns bekanntlich richtig gezeigt. In den 2010ern streitet Rot-Schwarz wieder und bringt wenig weiter. Bald könnten es daher die „Strache-Jünger“ sein, die uns beglücken. Wird teuer werden. Die demo­kratischen Lachnummern und Selbstdarsteller Sarkozy und Hollande hinterlassen Frankreich in einem desolaten Zustand, Marine Le Pen droht als Jeanne d’Arc in Domina-Ausführung. Die Demokraten in Europa schafften es 2015/2016 nicht, die Grenzen der EU zu schützen. Was jedem einfachen Bürger bei Strafe verboten ist, ohne Identitätsnachweis zu reisen, wurde aus Schwäche und falsch verstandener Menschlichkeit millionenfach toleriert, zur Freude der populistischen Rüpel(innen). Die amerikanischen Eliten vergaßen in ihrer Gier den Mittelstand, der in weiten Regionen der USA verarmt und nun ironischerweise einen steuersparenden Rüpel-Milliardär als „Erlöser“ erwählt hat. Der „starke“ Putin steht übrigens auf ­tönernen Füßen. Russland erwirtschaftet mit Öl, Gas und Waffen – sonst haben die Russen nichts – gerade mal so viel BIP wie das kriselnde Italien. Starke Männer, meist auch starke Rüpel, haben meistens Schutt und Asche hinterlassen, also Rüpel an die Macht?

Dr. Klaus König, ­Hofsteigstrasse,

lauterach