Aktuelle Grundstücks­preise sind ­erheblich höher

27.01.2017 • 17:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 25. Jänner 2017.
VN-Bericht vom 25. Jänner 2017.

Der Bericht über die Grundstückspreise, die ein Wiener Unternehmen für Vorarlberg angibt, hat mich überrascht. Was in den VN vom 25. 1. 2017 geschildert wird, stimmte vielleicht vor etlichen Jahren noch. Aktuell wird allerdings in beinahe jeder Gemeinde erheblich mehr bezahlt. Offenbar wurde in Unkenntnis des Vorarlberger Marktes von im Grundbuch verbücherten Verträgen aus früheren Jahren hochgerechnet. Die Preissteigerungen der letzten Jahre sind aber dabei nicht berücksichtigt worden. Für Bregenz wird etwa ein Durchschnittspreis für Bauland von 465,61 Euro/m2 angeführt. Das gibt keineswegs die aktuelle Marktsituation wieder. Auch wo es in Lustenau irgendeinen Baugrund um 263,56 Euro geben soll, ist dem Team unseres seit mehr als 50 Jahren aktiven Realbüros nicht bekannt. Da es sich zudem um Durchschnittspreise handelt, müssten sogar preiswertere Baugründe angeboten werden. Diese Diskrepanz gilt auch für andere angeführte Gemeinden. Offensichtlich ist der angeführte Preisspiegel alles andere als zeitgemäß. Die in Vorarlberg tätigen Immobilienmakler sind erheblich näher am Markt und können die Preise tatsächlich realis­tisch einschätzen. Leider werden gewidmete Baugrund­stücke gehortet und selten angeboten. Das treibt die Preise wie bei jeder raren Ware in die Höhe.

Mag. Elmar Hagen,

Maria-Theresien-Straße, Lustenau

Anmerkung der Redaktion:

Die in den VN veröffentlichten Durchschnitts-Quadratmeterpreise für Bau- und Grünland in Vorarlberg entstammen dem offiziellen Zahlenmaterial von IMMO­united, das sich auf Grundbuchdaten spezialisiert hat. Quelle: www.bodenpreise.at