Grünzone in Weiler geht alle an

Leserbriefe / 27.01.2017 • 18:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die mögliche Umwidmung eines Teiles der Landesgrünzone in Weiler ist ein Thema, das alle angeht. Der voraus­schauende Umgang mit unserer Landschaft wie auch der Erhalt von Anbauflächen zur Versorgung mit Lebensmitteln ist ein Anliegen der gesamten Wohnbevölkerung und hat deshalb Priorität. Die Frage ist: Wann ist endlich Schluss mit der Salamitaktik, mit der die ÖVP die scheibchen­weise Schmälerung der Landesgrünzone möglichst unbemerkt zulassen will? Das Totschlag-Argument „Arbeitsplätze“ greift hier nicht, denn für Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen sind gewidmete Flächen vorhanden. Zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten aber auch mehr Zuzug und mehr Bedarf an Wohnraum. Weiteren Flächenbedarf erfordert der in der Folge notwendige Ausbau der öffentlichen Infrastruktur. Hier stoßen wir im Ländle aber an Grenzen. Höher, größer, schneller war gestern. Die Menschen wollen einen gesunden Lebensraum auch für nachfolgende Generationen. Dazu muss das quantitative Wachstum durch qualitatives Wachstum abgelöst werden. In einer breiten Diskussion mit der Bürgerschaft sind alle Für und Wider dieser zukünftigen Ausrichtung abzuwägen. Das braucht Zeit. Ob die Landesgrünzone erhalten werden soll oder ob sie scheibchenweise immer mehr beschnitten werden darf, hat die Bevölkerung in einem demokratischen Prozess mittels Volksabstimmung zu entscheiden. Denn es geht um eine für das ganze Land wichtige Frage. Es geht um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen!

Armin Amann,
Seilergasse, Schlins