Neues Tierschutzgesetz

29.01.2017 • 17:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

… oder eher das Legalisieren von Tierquälerei. Schon lange ist bekannt, dass Tiere – vor allem Hunde – das gleiche Schmerzempfinden haben wie wir Menschen, und doch gibt es noch Menschen, die ihnen genau dieses Empfindungsvermögen absprechen. So wie man jetzt am neuen Tierschutzgesetz traurigerweise sieht. Korallenhalsbänder (Stachelhalsband), Kettenhaltung, Vermehrung – all das wird legalisiert und jeglicher Schutz wird ausgelöscht. Der Begriff Qualzucht wird auch wieder gelockert – immer her mit den genetischen Krüppeln, bis die ganze Rasse vernichtet ist. Unsere­ Regierung zeigt gerade wieder, dass sie noch nicht in der Neuzeit angekommen ist, sondern wieder in die Steinzeit zurückfällt. Auch der Internethandel mit Tieren bzw. der Verkauf von Tieren im Handel steht zur Diskus­sion. Hunde wie Socken nebenbei kaufen – eine super Idee! Das Tierheim wird sich wieder mit ungewollten Geschenken, plötzlichen Allergieauslösern und doch mehr Arbeit machenden Tieren füllen. In meinen Augen hat die Regierung mit dieser Gesetzesvorlage auf ganzer Linie versagt. Menschen, die Tieren das Fühlen von Schmerz, Trauer, Angst etc. absprechen, denen spreche ich ebenso ab, Mitgefühl für ihre Mitmenschen zu haben, Hauptsache die Kassa stimmt. Solange Menschen glauben, dass Tiere nicht fühlen, so lange müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.

Anika Schönbeck,

Lustenauerstraße, Dornbirn