Umwidmung von Landesgrünzonen

29.01.2017 • 17:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar „Lug und Trug im Umweltschutz“, von Arnulf Häfele, VN vom 20. 1. 2017:

Von Herrn Häfele wurden in seinem VN-Kommentar zahlreiche Fakten über das Thema Umwidmung von Landesgrünzone in Industriegebiet aufgezeigt, die sich zurzeit auch beim geplanten Industriegebiet in Weiler abspielen. Bei der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung ist es in diesem Fall einfach nicht nachvollziehbar, wie 4,5 ha wertvollen Grünlandes dem Argument der Arbeitsplatzbeschaffung zum Opfer fallen. Denn durch den rasanten industriellen Fortschritt werden diese Arbeitsstellen in naher Zukunft wohl nicht von liebevoll zopfflechtenden Bäckern, wie in der Werbung suggeriert, sondern von Industrierobotern besetzt. Wie viel ein Roboter an Kommunalsteuer einbringt, ist noch unbekannt. Auch das Verhalten unserer Landespolitiker ist mir unverständlich, gab es doch weder von Landesrat Schwärzler noch von Landwirtschaftskammerpräsident Moosbrugger eine Reaktion, obwohl beide in ihrer Position eine Patronanz für den verantwortungsvollen Umgang mit Grünland haben. Wie kann eine Kundgebung von 500 Personen und eine Petition von bis jetzt 1600 Unterzeichnenden komplett ignoriert werden? Aber vielleicht ist es tatsäch­lich so, wie Herr Häfele mutmaßte, dass die Auflösung der Landesgrünzone bereits beschlossene Sache ist, weil die Entscheidungskompetenz für Wirtschaft und Raumplanung bei ein und derselben Person liegt. Der weitere Prozess ist nach Beendigung des Auflageverfahrens dann wohl nur noch reine Formsache.

Else Salamon,

Wiesenstraße, Weiler