Wie der Ölz nach Weiler kam

29.01.2017 • 17:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein paar alteingesessene Weiler bei einem Hock im Jahr 2012: A.: I hon ghört, dr Ölz suacht an Boda für a neus Werk: 45.000 m2. B.: Des ischt jo größer als dr Messepark samt Parkplätz! C.: Odr 100 Bauplätz! A.: Des tät doch ideal untr üsr Industriegebiat passa. B.: Stop! Des ghört dr Landwirtschaft. A.: Des lomr einfach umwidma und schwups hämr a paar Millionäre. B.: Aber denn bruchts Ersatzflächa. C.: Abr i find fascht ka geignete Flächana. A.: Mit guatam Willa kriaga mar oa Driattel zemma. B.: Hanglaga, Böda mittas im Dorf – der Verglich hinkt. A.: So a Beurteilig ischt Asichtssach. C.: Argumente hätt der Ölz jo gnuag: 300 neue Arbatsplätz! A.: Und der Gmoand an hufa Kommunalschtür! B.: Reachne amol noch. Dia Stür macht i villicht 50 Joar sövel us, was üsere uf an Klatsch kassiera tätn. C.: Wenns denn den Betrieb noch git und des ohne Robotr. A.: Pscht!! B.: Und wenn d’Gmoand dia Böda zerscht zum doppelta Preis vo bestem Ackerland koft und danoch am Ölz als Induschtriegrund verkoft. Do wär Wiler uf übr Nacht schuldafrei. A.: Mir sind d’Gmoand und mir wend des net! C.: Do würn abr Bsitzr vo da zruckgwidmata Ersatzflächana ka Gaudi ha. B.: In a paar Joar ischt Gräs drübr gwachsa und den widma mr des wiedr um. Irgendwo müasan die Junga jo no baua könna. C.: Und Anrainer: d’Wiler, Klusner, d’Röthner? B.: Dia hond nüt zum Säga!

A.: Also denn, auf geht’s! Mir bearbeiten d’Wiler und d’r Ölz dia vom Land.

Helmut Fritsche,

Herrengasse, Satteins