Arbeitslose

31.01.2017 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Akademiker

Der öffentliche Dienst ist kein erfolgversprechendes Berufsziel mehr. Wann war er das denn? Aufnahmestopps hatten wir in den letzten Jahrzehnten genauso regelmäßig wie Verwaltungsreformen. 2009 sagte Finanzminister Pröll: „Wir sind es den Bürger/innen schuldig, dass ihre jahrelangen Erwartungen in eine Strukturreform der Verwaltung, die echte Einsparungen bei den Ausgaben bringt, nicht noch einmal enttäuscht werden. Wir werden daher jetzt beginnen, die Weichen für Verwaltungsreformen zu stellen.“ Gemeint hat er damit, dass die Reform des smartesten Finanzministers nichts gebracht hat. Wenn ich mir den Bezug eines 30-jährigen Lehrers mit abgeschlossenem Studium ansehe und mit dem etwa Fünffachen eines 30-jährigen Ministers ohne Studienabschluss vergleiche, so glaube ich, dass der öffentliche Dienst keine Lösung für arbeitslose Akademiker ist. Das System unserer Politik, astronomische Bezüge zu gewähren, ohne dafür eine messbare Leistung zu verlangen, hat sich schon lange im öffentlichen Dienst unter dem Diktat der Politik breit gemacht. Es gibt im öffentlichen Dienst keine Leistungskontrolle. Dienstleistungen sind nicht messbar, heißt es. Jeder bekommt gleich viel. Wenn dann ein Gewerkschafter meint, dass Führungsfunktionen schon vor einem Hearing vergeben werden, so werden noch viele Reformen nichts bringen und nur kosten. Und wie die Wirtschaft hilft, sehen wir ja gerade bei der Firma Zumtobel.

Dr. Wolfgang Ohneberg,

Hofsteigtraße,

Hard