Sündenbock für Rechtspopulisten

31.01.2017 • 18:37 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Mir wird schlecht, wenn ich konservative und rechtspopulistische Politiker an Gedenkfeiern für Opfer entdecke, deren Mörder zwar längst selbst tot sind, aber deren Nacheiferer Waffen lieben und damit handeln, Kriege bewusst provozieren, ja sogar in Form von feigen Bombardements daran teilnehmen und für die Überlebenden großzügig Völkerwanderungen organisieren, um den Frieden auch dort zu stören, wo er noch relativ stabil ist. Die Wirtschaftszahlen führen uns recht zielsicher zu den einzigen Personenkreisen, die von Unheil, Not, Tod und Heimatverlust Abertausender unschuldiger Menschen profitieren. So kann der Islam am aktuellen politischen Verbrechen wohl nur eine Randerscheinung, bestenfalls ein willkommener Sündenbock für Rechtspopulisten sein. Wirklich schuld aber sind die unverschämten Heuchler in Lobbys, an Börsen, Rednerpulten und, wie man sieht, zumindest für so manchen US-Präsidenten völlig sinnlosen Gedenkfeiern.

Thomas Amann,

Wellenau, Bregenz