Wo waren ­österreichische Proteste?

Leserbriefe / 08.02.2017 • 18:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Trump erlässt ein Dekret für ein Einreiseverbot für Muslime, obwohl diese schon ein offizielles Visum besitzen. Weltweite Proteste und Demonstrationen sind die Folge. Juni 2012: Die chinesische Regierung verbietet explizit allen österreichischen Staatsbürgern die Einreise nach Tibet, obwohl sie ebenso schon das chinesische Visum besaßen. Ein Hilfsanruf an das Außenministerium Österreich war die Folge. Die telefonische Auskunft vom Außenministerium war, dass wir uns doch bitte selber an die chinesische Regierung wenden sollen. Punkt. Meine Frage in dieser Hinsicht: Wo waren die österreichischen und weltweiten Proteste und Demonstrationen zu einem Einreiseverbot für österreichische Staatsbürger mit bestehenden Visa zur Einreise nach China? Warum wurde damals nichts in den Medien berichtet? Warum brauche ich ein Außenministerium, das mich in so einer Notlage nicht vertritt? Wir Österreicher, egal welcher Glaubenskongregation angehörig, sind in dem Fall juristisch und medial, national und international geringer eingestuft als Muslime dieser sieben „anti­trumpistischen“ Staaten. Das Gute daran ist, dass ich seither die Urlaube in unseren Alpen genieße. Ich liebe unsere Berge, weil ich ein „g’höriger Vorarlberger“ bin und kein Visum brauche, das eh nicht gültig ist, obwohl es gültig ist.

David Feurstein,

Dorf, Hohenweiler

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