Propaganda und Verunglimpfung

Leserbriefe / 14.02.2017 • 18:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wladimir Putin ist es schon gewohnt, Ziel gehässiger Westpropaganda zu sein. Kann sein, muss nicht sein: Offiziell beschützt er seine Landsleute vor kriminellen Elementen, die völlig legal oder auch illegal als Mafia formiert in der Ukraine das Sagen haben. Tatsächlich gilt die provokativ reingewaschene Ukraine als der fragwürdigste Nachfolgestaat der UdSSR. Verträge wurden nicht eingehalten, alteingesessene Russen, aber auch oppositionelle Ukrainer aus Führungspositionen gemobbt, ja sogar russisches Öl und russischer Strom gestohlen. Man könnte im ­Gegenzug zur Verunglimpfung Putins genauso gut behaupten, George W. Bush habe seinerzeit zusammen mit der CIA den 11. September veranstaltet, um einen manifesten Grund zu haben, den Irak anzugreifen, wo man bei der außergewöhnlich brutalen Niederschlagung der vom Westen unter­stützten kurdischen und islamistischen Terroristen nicht mehr länger zuschauen wollte. Seit Jahresbeginn ist in den USA erneut ein gefährlicher Psychopath im Amt. Aber was weiß man schon wirklich? Es gibt weder unabhängige Medien noch Untersuchungen, noch Referenda. Gäbe es etwas in diese Richtung, würde die Ukraine noch viel mehr Staatsgebiet an Russland verlieren. Der Syrienkrieg wäre zu Ende und Bashar al Assad als Staatsoberhaupt mit satter Mehrheit bestätigt. Und auch jegliche Spekula­tion über einen EU-Beitritt der Türkei wäre gestorben.

Thomas Amann,
Wellenau, Bregenz

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