Kopftuchverbot und Kleider­vorschriften

Leserbriefe / 15.02.2017 • 19:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 6. Februar 2017.
VN-Bericht vom 6. Februar 2017.

Ich frage mich jedes Mal wieder, warum das Thema „Kopftuchverbot in öffent­lichen Ämtern“ immer wieder zur Diskussion steht. Jedes Land auf der Welt hat Kleidervorschriften für bestimmte Berufsgruppen, die man befolgen muss, wenn man solche Ämter bekleiden will. Vertreter der öffentlichen Verwaltung tragen eine Amtstracht (Amtskleidung), das ist die Berufskleidung einer herausgehobenen Gruppe von Amtsträgern. Sie repräsentiert die Verkörperung eines öffentlichen Amtes oder eine Stellung in einem Beruf. Der Unterschied zu Uniformträgern besteht darin, dass Träger von Amtstrachten keine Vollzugsaufgaben oder technischen Aufgaben verrichten und der Schnitt der Kleidung nicht uniformmäßig, sondern feierlich-repräsentativ ausgestaltet ist. Richter, Staatsanwälte tragen in Österreich Talare samt Barett. Hochgestelltes Personal an manchen Hochschulen, wie z. B. Dekane und Rektoren, tragen bei festlichen Gelegenheiten Talare. Auch für Berufsgruppen wie Polizei, Feuerwehr, Militär ist es unabdingbar, Berufskleidung zu tragen. Wer dies nicht verstehen oder akzeptieren will oder kann, hat in diesen Berufsgruppen nichts verloren. Es werden weder Turbane, Kippas, Kopftücher­ und dgl. in öffentlichen Ämtern erlaubt. Und das sollte man endlich akzeptieren. Übrigens ist es in vielen muslimischen Ländern für Frauen ohnehin untersagt, den Beruf einer Staatsanwältin, Richterin, Polizistin und dgl. auszuüben, da stellt sich die Diskussion erst gar nicht.

Monika Horvath,

Arzlerstrasse,

Innsbruck