Meere ersticken in Plastik

Leserbriefe / 24.02.2017 • 18:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Meere ersticken in Plastik

Zum VN-Bericht „Kleine Plastikpartikel verdrecken die Meere“, vom 23. Februar:

Die VN berichteten von einer offenkundig neuen Entdeckung: Neben den schon vor Jahren festgestellten Plastikinseln in verschiedenen Meeren – manche sind so groß wie Indien – fanden die Naturschützer der IUCN, dass winzige Plastikpartikel aus synthetischer Kleidung und sogar aus Autoreifen durch Abwässer und Regen ins Meer gelangen. Schon die bisher bekannte Verschmutzung der Meere war erschreckend: 150 Millionen Tonnen Plastik schwimmen zurzeit in den Meeren; wenn diesem Wahnwitz nicht Einhalt geboten wird, sind es in zehn Jahren 250 Mill. Tonnen, und das Gewichtsverhältnis zwischen Fisch und Plastik würde dann eins zu drei betragen. Fische, Seehunde, Delphine, Seevögel fressen die zerkleinerten Teile, werden krank oder sterben qualvoll. Und nun noch die zusätzliche Bedrohung durch die winzigen Plastikartikel, die man bis zu einer Tiefe von 5000 Metern festgestellt hat: Es ist eine zusätzliche Belastung der Lebewesen im Meer und der Nahrungskette für die Menschen. Was tut not? Die Medien müssen die Erkenntnisse der Naturforscher, Wissenschafter und Naturschützer der Öffentlichkeit nachdrücklich unterbreiten, sodass die Politik (weltweit!) für die Industrie, die Wirtschaft und die Verbraucher Richtlinien und Gesetze ausarbeitet, die dieser verheerenden Naturzerstörung Einhalt gebieten. Nicht zuletzt ist jeder Einzelne gefordert, weniger Müll zu produzieren und diesen sauber zu entsorgen.

Alois Schwienbacher,

Kopfstraße, Altach

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