Machtwille und Größenwahn

Leserbriefe / 12.03.2017 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 11. März 2017.
VN-Bericht vom 11. März 2017.

„Lernen Sie Geschichte“, möchte ich Kreisky zitieren, was so alles an Kommentaren und Leserbriefen zum Thema Türkei und Erdogan geschrieben wird. Erinnert euch, wie es mit Hitler ange­fangen hat! Alle Staaten ringsum haben Toleranz gegen seine Aggressionen geübt, im Glauben, es werde schon nicht so schlimm werden, bis sie selbst dem Größenwahn eines Despoten zum Opfer gefallen waren.

Erdogan ist ein Demagoge­ und Machtmensch der modernen Zeit, welcher in einer überheblichen Art manipuliert. Er schaltet alles aus, was nicht nach seinem Willen funktioniert. Sein Machtwille und Größenwahn sind unbegrenzt, dabei hat ihm Merkel durch eine unbedachte Äußerung und deren verheerende Folgen und das darauffolgende Flüchtlingsabkommen zusätzliches Erpressungspotenzial in die Hand gegeben. Hier kann nur eines gelten: Wehrt euch früh genug! Erdogans Gefolgsleute in Europa lassen sich als Spitzel und Denun­zianten missbrauchen.

Wer ihn so liebt, dass er ihn unterstützt, soll zu ihm gehen und unter seinem Regime leben. Euro­pa ist kein Tummelplatz für türkischen Wahlkampf.

Wussten Sie, dass schon von 2007 bis 2013 von der EU 4,8 Milliarden Euro an die Türkei geflossen sind? Dies sind ca. 700 Millionen pro Jahr. Und wofür? Zur Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit! Und was machen sie daraus? Eine Diktatur!

Ing. Winfried Ruck,

Fahnacker, Dornbirn