Schwarz und Grün sind sich nicht grün

Leserbriefe / 17.03.2017 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es fällt immer mehr auf, dass es im Gebälk der Landesregierung knistert. Da bezeichnet der grüne Abgeordnete Daniel Zadra den Familienzuschuss als längst vergangenes Relikt in der Familienförderung und will ihn streichen. LH Wallner will ihn erhöhen. Im Straßenbau (z. B. Tunnellösung Feldkirch) wird vonseiten der Grünen aus der zweiten Reihe geschossen. In der Asylpolitik gehen die Meinungen sowieso auseinander. Bei den Grünen herrscht Willkommenskultur, bei der ÖVP eher restriktive Asylpolitik, die sie von der FPÖ übernommen hat. Auch die ÖVP-Bauern haben ihre Not mit den Grünen, die auf Biolandwirtschaft setzen. Und ins Familienbild der Grünen passt auch die immer wiederkehrende Forderung nach Abtreibungsmöglichkeit in den Krankenhäusern, was von der ÖVP abgelehnt wird. Das sind nur einige Themen, die erkennen lassen, wie schwierig offensichtlich die Zusammenarbeit zwischen Schwarz und Grün im Land ist. Wir sehen auf Bundesebene, was herauskommt, wenn sich die Vertreter der Regierung von SPÖ und ÖVP ständig in der Wolle liegen. Nämlich nicht viel. Wird uns das im Ländle auch passieren? Die Befürchtung habe ich. Und zwar darum, weil sich Schwarz und Grün, speziell in Gesellschafts­fragen, überhaupt nicht grün sind.

Luca D. J. Scherling,

Kapellenweg, Feldkirch