Sensationsgeile Gesellschaft

19.03.2017 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mehrere Personen spazierten auf der Rettungsgasse wie in einer Fußgängerzone. Trotz kilometerlangen Staus fuhren Autos noch durch die Rettungsgasse, um näher an den tragischen Unfall zu gelangen. Zeigt man Zivilcourage und versucht, diese Personen höflich darauf aufmerksam zu machen, dass es sich hier um keine Fußgängerzone handelt, bekommt man folgende Antwort: „Doch, momentan schon, schaut auf euch selber!“ Anstatt einfach froh zu sein, nicht in den Unfall involviert zu sein, stürzten sich am 16. März 2017 beim Unfall auf der A 14 mehrere sensationsgeile Personen durch die Rettungsgasse, um näher am Geschehen zu sein. Was erwarten sich diese Personen? Um auf Facebook und Co. mitteilen zu können, wie hautnah sie dabei waren, riskieren sie teils ihr eigenes Leben und behindern zusätzlich durch ihre verantwortungslosen Aktionen die Rettungs- und Bergungsarbeiten. Dieses Erlebnis war sehr erschreckend und enttäuschend!

Corinna Kuster,

Steig 3,

Koblach