Gemeinsam für Lebensraum Wald

Leserbriefe / 24.03.2017 • 18:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bei der aktuellen, emotionalen Debatte um das Wild, den Forst und die Haltung der Jagd geht erneut das Wesentliche verloren: der ganzheitliche Blick auf den sensiblen Lebensraum Wald. Nichts anderes habe ich kritisiert, wenn ich einem Teil der Jägerschaft Doppelmoral vorwerfe. Der Mensch hat zunächst die natürlichen Fressfeinde (Wolf, Bär) des Rotwilds ausgerottet und den natürlichen Lebensraum der Tiere zunehmend eingeschränkt. Gleichzeitig wird in manchen Teilen des Landes nach wie vor mittels Kraftfutter eine unnatürliche ­Trophäenzucht von Wildtieren praktiziert. Viel sinnvoller wäre es, endlich die Maßnahmen in den Vordergrund zu stellen, die notwendig sind, um das Ökosystem Wald nachhaltig zu schützen. Einige Beispiele: Wildruhezonen ausdehnen, Wildfütterung auf Heufütterung umstellen, vernetzte Lebensräume sicherstellen und langfristig an einem modernen und zukunftsträchtigen Wildtiermanagement nach dem Vorbild Baden-Württembergs arbeiten. Ich werde nicht müde werden, dies auch in Zukunft von allen Akteuren, wie Forst, Grundeigentümer(inne)n aber auch der Jägerschaft, einzufordern.

Daniel Zadra,
Kaiser-Franz-Josef-Straße, Lustenau