Gender-Mainstream als Leitprinzip

03.04.2017 • 17:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich bedanke mich bei Andreas Mikula herzlich für seinen engagierten Leserbrief. Auch ich habe den fundierten Vortrag von Dr. Gabriele Kuby in Lauterach am 25. März 2017 über die Gender-Ideologie mit großem Interesse mitverfolgt. Seit Menschengedenken pflanzen sich auf unserem Planeten Menschen fort. Kinder werden geboren, die zuvor von Mann und Frau gezeugt worden sind. Bis vor vergleichsweise kurzer Zeit stand es außer Frage, dass die Menschheit aus Männern und Frauen besteht. In den Anfängen vom Gender-Mainstream wurde auf die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau noch mit Studienergebnissen hingewiesen: Mädchen lernen anders als Jungen. Ein Herzinfarkt bei Frauen weist andere, unspezifische Symptome auf und tritt in fortgeschrittenerem Alter auf als bei Männern, usw. Inzwischen werden diese geschlechtsspezifischen Unterschiede einfach plattgewalzt. Es wird eine „Dekons­truktion“ der Geschlechter sowie die Auflösung der heterosexuellen Normalität angestrebt, Elternschaft zur „sozialen Konstruktion“ erklärt. „Sexuelle Vielfalt“ in Bildungsplänen ermöglicht den Griff nach den Kindern – Gender-Konzepte fordern das Hinterfragen des eigenen Geschlechts schon bei den Kleinsten. Viele Politiker fühlen sich verpflichtet, Gender-Mainstreaming als Leitprinzip durchzusetzen. Kann ein Leitprinzip Geltung erlangen, das vom Volk weder legitimiert noch durch ein Parlament beschlossen wurde und das die meisten Menschen nicht einmal richtig kennen?

Christine Walch,

Brunnengarten,
Ludesch